Wahrheit oder Recht?
Gerade im Bereich Versicherungen ist die Versuchung für viele groß über die zahlreichen und teilweise umfangreichen Leistungen der Institute an das schnelle Geld zu kommen, ohne wirklich ein Anrecht auf Leistungen zu haben. Überraschend skrupellos und leichtfertig wird in Deutschland der Delikt Versicherungsbetrug gehandelt und fast niemand würde diese Betrugsform in vielen Fällen schwerer bewerten als mit dem Urteil Kavaliersdelikt. Dabei schaden Versicherungsbetrüger nicht nur dem Versicherungsgeber sondern der gesamten solidarischen Gemeinschaft der Versicherten.
Einfache Tricks und aufwendige Betrugsfälle
Die Betrüger wenden nicht selten ganz einfache Methoden an, die trotzdem schwer nachzuweisen sind. So werden Gegenstände als gestohlen gemeldet, die gar nicht weg sind, oder Schäden am Auto gemeldet, die gar nicht vorhanden sind. Mutwillige Zerstörungen werden zum Unfall deklariert oder es werden sogar Dinge absichtlich beschädigt nur um sie von der Versicherung ersetzt zu kriegen. Das ist ein besonders beliebtes Vorgehen zur Entsorgung überflüssig gewordener Haushaltsgegenstände oder Hi-Fi-Artikeln. Besonders heimtückisch gestalten sich solche Fälle, wenn der Versicherte allein zu diesem Zwecke zuvor eine Versicherung abgeschlossen hat. Auf www.apex-detektive.de kann man zahlreiche Beispielsfälle nachlesen und es sollte einem gleichzeitig eine Warnung sein, dass viele dieser vermeintlich todsicheren Tipps und Tricks sowohl den Detektiven als auch den Versicherungen schon einmal untergekommen sind, damit bekannt sind und im Falle des Auftretens eines vergleichbaren Falles sofort zu Misstrauen führen könnten.
Es gibt nichts, was es nicht gibt
Aus Geldnot greifen die Menschen zu den wildesten Maßnahmen. Auch zu Selbstverletzungen ist es im Rahmen des Versicherungsbetruges schon gekommen. Bekannt wurde in TV und Radio ein Fall, wo sich ein Mann von seiner Freundin über das eigene Bein fahren ließ, um so krankgeschrieben zu werden und seine Berufsunfähigkeitsversicherung zu betrügen. Da sich die Versicherung nicht erklären konnte, wie der Mann so verletzt worden sein konnte ohne Angaben zu Fahrzeug oder Fahrer machen zu können, stellte sie Nachforschungen an und kam bei Nachstellung des “Unfalls” schnell zu dem Schluss, dass so ein Unfall mit der anhand der Verletzungen nachvollziehbaren Geschwindigkeit einfach nicht mögich war. Am Ende hatte der Mann weder das Geld noch ein gesundes Bein, denn die Verletzungen waren derart schwer, dass es nie wieder richtig heilte. Bevor man also zu solchen Mitteln greift, sollte man sich gut überlegen, ob man nicht doch noch auch auf ehrliche Weise an Geld kommen kann. Denn die meisten Betrugsfälle fliegen auf. Auch bei fingierten Unfällen ohne Personenschaden fragen die Versicherungen heute schon aufgrund ihrer Erfahrungen genauer nach. So manch einer, der wirklich den Schaden hat, wird sich wahrscheinlich ärgern, wenn ihm bohrende Fragen zum Unfallhergang gestellt werden, obwohl er wirklich Opfer geworden ist. Dafür kann er sich dann aber in erster Linie bei seinen betrügerischen Mitmenschen bedanken.